Biologie Dr. phil. nat. Peter Biedermann

(geb. 1981) studierte von 2000 bis 2005 Biologie (Bachelor) an der Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich. Währenddessen forschte er jeweils mehrere Monate in den USA, Panama und der Mongolei. Sein anschließendes Masterstudium der Ökologie und Evolution an der Universität Bern, Schweiz, schloss er mit Auszeichnung ab. Nach einem Gastaufenthalt am USDA Forest Service in Pineville, USA begann er 2009, wieder in Bern, mit seiner Dissertation zum Thema “Evolution of cooperation in ambrosia beetles“. Im Rahmen seiner Dissertation war er drei Monate Gastforscher an der University of Wisconsin/Madison, USA. Promoviert wurde er 2012 mit der Auszeichnung summa cum laude an der Universität Bern. Seit 2012 forscht er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Insektensymbiosen am Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie in Jena.

Siegerbeitrag
Warum leben Insekten in sozialen Verbänden und verzichten dabei noch darauf, eigene Nachkommen zu produzieren? Seit Charles Darwin erkannte, dass jedes Lebewesen instinktiv egoistisch ist, beschäftigt diese Frage Generationen von Evolutionsbiologen. Peter Biedermann erforschte im Rahmen seiner Promotion die einzigartige soziale Lebensweise und aufwändige Ernährung der Ambrosiakäfer. Diese Käfer züchten Pilze zu ihrer Ernährung. Peter Biedermann fand nicht nur heraus, dass der Kleine Holzbohrer die einzige pilzzüchtende Insektenart ist, bei der auch die Larven eine Rolle bei der Pilzzucht übernehmen. Vor allem konnte er durch seine Züchtungsexperimente zeigen, was Forscher bisher nur vermuteten: Dass es sich für Weibchen mehr lohnt, im Nest zu bleiben und die Schwestern groß zu ziehen, als auszufliegen und ein eigenes Nest zu gründen. Peter Biedermann gelingt es in seinem Artikel „Kinderarbeit bei Gottes Käfern“ die Ergebnisse seiner Promotion in die komplexe Thematik Kooperation einzubetten – und die Ausgangsfrage verständlich zu beantworten. Er bleibt nahe am Leser und überzeugt stilistisch mit anschaulichen Vergleichen und Formulierungen. Für seinen Beitrag erhält er den Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft 2013 im Fach Biologie.

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