Biologie Dr. rer. nat. Karen Linnemannstöns

Portrait von Dr. Karen Linnemannstöns
©Klaus Tschira Stiftung

(geb. 1984) studierte an der Georg-August-Universität Göttingen und an der International Max Planck Research School Göttingen. Ihre Masterarbeit schrieb sie am Center for Molecular Medicine am Karolinska Institutet in Stockholm, Schweden. Ihre Promotion mit dem Titel „The transmembrane receptors Otk and Otk2 function redundantly in Drosophila Wnt signal transduction“ erarbeitete sie an der International Max Planck Research School an der Georg-August-Universität Göttingen am Institut für Anatomie und Zellbiologie. Karen Linnemannstöns arbeitet seither als Postdoc in der Abteilung Stammzellbiologie an der Universität Göttingen.

Jeder kennt es: Man öffnet im Sommer einen Biomüll-Behälter und ein Schwarm Fruchtfliegen kommt einem entgegen, der sich dort unter idealen Bedingungen aus wenigen Exemplaren entwickelt hat. In ihrem Beitrag „Wenn das Fliegenbaby auf sich warten lässt“ beschäftigt sich Karen Linnemannstöns mit der Fruchtbarkeit der Fruchtfliege. Ursprünglich interessierte sie sich für die Funktionsweise eines Gens mit dem Namen „off-track“, das auch bei Krebserkrankungen eine Rolle spielt. Jedoch entdeckte Karen Linnemannstöns, dass dieses Gen entscheidend ist für die Zeugungsfähigkeit der männlichen Fruchtfliege. Sie fand heraus, dass die männlichen Fruchtfliegen, denen dieses Gen fehlt, zwar Spermien bilden, diese aber nicht zum Einsatz kommen, da die Samenleiter verkürzt und verengt sind. Ihre Untersuchung könnte auch für Menschen von Bedeutung sein, da 60 Prozent der Gene der Fruchtfliege ein Gegenstück im menschlichen Erbgut haben. Karen Linnemannstöns beschäftigt sich mit einem hochinteressanten Thema und hat ihren Siegerbeitrag unterhaltsam und nachvollziehbar strukturiert. Sie wird mit dem Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft 2014 im Fach Biologie ausgezeichnet.

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