Mathematik Dr. rer. nat. Martin Strehler

(geb. 1982) studierte von 2001 bis 2006 Mathematik an der Technischen Universität Chemnitz und wurde von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert. Sein Diplom schloss er mit Prädikat ab und für seine Diplomarbeit über die Optimierung von Fahrkurven von Schiffen in der Binnenschifffahrt wurde er vom Förderverein der Mathematik zu Chemnitz e.V. ausgezeichnet. Von 2006 bis 2007 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung in Stuttgart tätig, bevor er 2008 seine Promotion an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus begann. Er promovierte dort in der Arbeitsgruppe Diskrete Mathematik und Grundlagen der Informatik bei Prof. Dr. Ekkehard Köhler über das Thema ”Signalized Flows – Optimizing Traffic Signals and Guideposts and related Network Flow Problems”. Seine Dissertation schloss er im Februar 2012 mit summa cum laude ab und erhielt dafür den Universitätspreis für die beste Dissertation der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus des Jahres 2012. Seither ist Martin Strehler weiterhin in Forschung und Lehre an der BTU Cottbus tätig.

Siegerbeitrag
In seinem Beitrag „Ganz schnell raus“ zeigt Dr. Martin Strehler, dass auch in unscheinbaren Dingen spannende Mathematik stecken kann. Zum Beispiel in den kleinen grünen Notausgangsschildern in Gebäuden – wenn ihre Platzierung optimal berechnet  wurde, können sie bei einem Brand Leben retten. Die Mathematik hilft nämlich dabei, Fluchtwege im Gebäudebau zu berücksichtigen, so dass es im Ernstfall nicht zum Gedränge – beispielsweise vor einer schmalen Tür – kommt. In seiner Promotion widmete sich Martin Strehler der Fragestellung, wie Wege gewählt und in welche Richtung Wegweiser zeigen müssen, um die größtmöglichste Anzahl an Personen zu bewegen und in Sicherheit zu bringen. Dass bestehende Modelle und Algorithmen nicht einfach angewandt werden können, erklärt er in verständlichen Worten und erläutert seine Ansätze zur Optimierung. Martin Strehler bringt  in seinem Artikel ein hochkomplexes mathematisches Problem dem Leser nahe – und wird dafür mit dem Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft 2013 im Fach Mathematik ausgezeichnet.

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