Wer für „KlarText“ schreibt, muss es also schaffen, die Ergebnisse seiner Dissertation in eine Form zu bringen, die

  • auch für Laien verständlich ist und weitgehend ohne Fachvokabular auskommt
  • interessant und originell zu lesen ist
  • den großen wissenschaftlichen Rahmen aufzeigt, in dem die eigenen Ergebnisse ein Mosaikstein sind

Bevor Sie beginnen, denken Sie also erst einmal an die Weisheit: „Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“. Will sagen: Versetzen sie sich in die Lage Ihrer Leser, die sich am Donnerstagabend auf eine Lektüre freuen, die nicht nur erkenntnisreich ist, sondern auch Spaß macht.

Sie kennen aus eigener Erfahrung bestimmt die Situation beim Kaffeekränzchen im Kreise Ihrer Familie, wenn Sie gefragt werden: „Was machst Du da eigentlich in Deiner Doktorarbeit?“ Mit Formeln und Fachbegriffen machen Sie in einer solchen Situation keine gute Figur …

Die Verständlichkeit für den Nichtexperten ist daher oberstes Gebot. Fachbegriffe sind in der Regel zu erklären. Vorausgesetzt wird Abiturniveau. Es gibt weder Fußnoten noch einen Zitatenapparat. Sofern andere Experten erwähnt werden, müssen Sie immer die vollen Namen (ohne akademische Titel) und deren Wirkungsstätten erwähnen. Verwenden Sie keine Zusätze wie „Herr“ oder „Frau“.

Schreiben Sie gerne in der Ich- oder Wir-Form. Aber Vorsicht: Das Ganze darf nicht klingen wir „Mein schönstes Ferienerlebnis“. Versuchen Sie, den Einstieg so zu schreiben, dass er Spaß macht, weiterzulesen. Haben Sie keine Scheu vor dem szenischen Einstieg – also die Schilderung einer Szene, mit der Sie zur Ihrem eigentlichen Thema führen können.

Achten Sie insbesondere auf:

  • aktive Formulierungen
  • abwechslungsreiche Sprache
  • prägnante und aussagekräftige Zitate
  • auf die klare Wahl der Zeiten
  • fachlich auf das Große und Ganze

Und vermeiden Sie:

  • Passivkonstruktionen
  • Substantivierungen
  • Hilfsverben
  • Schachtelsätze
  • allzu detaillierte Beschreibungen

TIPP: Bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, lesen Sie eine Reihe von Artikeln in Wissenschaftsressorts der Qualitätszeitungen – und lassen sich inspirieren.

Ihr Siegerbeitrag im Wissensmagazin KlarText

Sie sind Wissenschaftler und kein Wissenschaftsjournalist. Und wenn in Ihnen doch beides steckt, dann sind Sie eine große Ausnahme. Deshalb sollten Sie Respekt haben vor denen, die das journalistische Handwerk gelernt haben und ein anspruchsvolles, komplexes Thema in eine verständliche, mit Freude lesbare Form bringen.

Als Gewinner des KlarText-Preises sind Sie auf dem Weg zu einem guten, von den ZEIT-Lesern goutierten Text natürlich schon sehr weit kommen. Damit Sie auch die letzten Meter meistern, werden erfahrene Wissenschaftsjournalisten gegebenenfalls mit Ihnen Ihren Text überarbeiten. Diese Bearbeitung geschieht in enger Zusammenarbeit mit Ihnen, damit sich erstens keine fachlichen Fehler in Ihre Arbeit einschleichen und zweitens am Ende ein perfekter Text steht.

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